Sicherheitsverbund Region Wil -
Projektwettbewerb im offenen Verfahren

Betriebskonzept
Ziel des Entwurfes sind die hohen Anforderungen hinsichtlich der Funktionalität und Sicherheit mit den betrieblichen Abläufen von Feuerwehr und Polizei organisatorisch zu optimieren und städtebaulich ein Ensemble zu schaffen.
Ein wirtschaftlicher Umgang mit der Bodenfläche spielt zudem eine grosse Rolle,welcher durch die funktionale Verdichtung der Verkehrsplanung in der Vertikalen ermöglicht wird. Die flächenmässig hohe Anzahl an Parkplätzen der Feuerwehr-angehörigen (AdF) kann geschichtet werden über der Fahrzeughalle der ausrückenden Feuerwehr. Eine direkte Verbindung ist über Rutschstangen und direkte Treppen in die Fahrzeughallen und ins Betriebsgebäude möglich. Die Fahrzeuge der Tiefgarage können kreuzungsfrei über den grosszügigen Hof ausrücken. Fazit: Das Einrücken der AdF, der Einsatz selbst und der Rückzug der Einsatzfahrzeuge sind räumlich entflechtet und flächenmässig optimiert.
Die betrieblichen Abläufe der Kantonspolizei sind unabhängig und kreuzungsfrei mit der Feuerwehr (SVRW), wobei eine Einstellhalle im UG und ein gemeinsamer Hof synergetisch genutzt werden.

Städtebau
Durch das Zusammenfügen der Parzellen Nr.43 und Nr.2592 ist eine Adressbildung von Feuerwehr und Polizei zur Bronschhoferstrasse gut möglich. Das neue Volumen der Kantonspolizei gliedert sich südöstlich des Bestands der Swisscom an und schafft einen neuen Eingangsbereich mit Vorplatz. Die Mobilfunkantenne gliedert sich als selbstverständlich in das Gefüge ein und bleibt untangiert. Das Areal des SVRW spannt sich zwischen den Hochpunkten der Polizei und dem nördlich gelagerten Administrationsgebäude auf und bildet zwischen den Flanken der zwei
Fahrzeughallen eine grosszügige Hofsituation für die Feuerwehr und Polizei. Das bestehende Gebäude bleibt städtebaulich unverändert und wird räumlich gefasst. Die drei Baukörper des SVRW werden über das Parkdeck oberhalb der Fahrzeughallen zusammengefasst, wobei das Administrationsgebäude über das Deck hinausragt, als Gelenk des Ensembles wirkt und die Personen- mit den Technikbereichen zusammenführt. Es entsteht in den Zwischenräumen ein überdachter Hof mit hoher räumlicher Qualität. Die Schmalseite der nördlichen Fahrzeughalle zur Bronschhoferstrasse ermöglicht, als Kopffassade ausgebildet, den Blick auf die rote Fahrzeugflotte. Ein flächen- ökonomischer Umgang des Entwurfs lässt eine grosszügige Abparzellierung des Grundstücks zur Lettenstrasse zu und ist vom Wohngebiet gut erschliessbar. Der Holunderweg bleibt bestehen und die Grenzabstände werden eingehalten. Der Gebäudekomplex des Sicherheitsverbundes und der Kantonspolizei lässt sich in zwei separaten Bauetappen erstellen.

2013 © mka
ARGE mit Sonja Huber, Marcus Wagner und Gudrun Warnking

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exterior view:
forecourt
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Schemata
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sectional view
Bronschhoferstrasse, south and west
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Modell